PH
DIAMOND HALL

Die Musikhalle einer neuen Epoche
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                           
   

In seinem Buch „Natürliches Musikschaffen“ schreibt der klassische Komponist Peter Hübner, daß der Tonschöpfer seine Musik in seinem Inneren als einen dynamischen räumlich-zeitlichen Entwicklungsprozeß erfährt, in dem sich die musikalischen Elemente, die Töne, die Motive, die Melodien und die Sequenzen, sowohl zeitlich als auch räumlich nach den Gesetzen der musika- lischen Logik entfalten – und dies bestätigen auch die überlieferten Aussagen unserer großen Klassiker.

   
                                           
   

Die konventionelle Auf-führungspraxis mit ihrem räumlich fixierten klang-erzeugenden Orchester-apparat kann dieser musikalischen Wahrheit: diesem Sachverhalt der räumlich-zeitlichen Entfal-tung der Musik im Be-wußtsein des Komponis-ten bislang nicht Rech-nung tragen, weil sie sich darauf beschränkt, im akustischen Raum – was die zeitlich-räumliche Ent-wicklung anbelangt – ge-rade nur die Sitzordnung des Orchesters zu präsen-tieren: ein Sachverhalt, welcher in der Partitur gar nicht verzeichnet ist, weil ihm der klassische Ton-schöpfer keine nennens-werte musikalische Be-deutung beimißt.

 
                                           
   

Und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn schließlich Dirigent und Musiker in der konventionellen statischen Aufführungspraxis nach neuen artfremden Hilfsmitteln der musikalischen Sinnver-mittlung greifen wie zum Beispiel das mimikhafte Zurschaustellen von Empfindungen sowie das Gestikulieren und das optische Zurschaustellen von Musikinstrumenten.

Doch erweisen sich diese Arten optischer Manipulationen nicht als das der Musik wesenhaft adäquate Mittel, den in die Rolle eines Zuschauers gedrängten Hörer mit diesen optischen Manövern in die tiefe Sinnhaftigkeit der Musik einzuführen.

Der wahre Versuch, der persönlichen musikalischen Aussage Rechnung zu tragen, kann von der Sache her nur darin liegen, das Musikwerk in authentischer Weise zum Klingen zu bringen: also dem Hörer die musikalische Aussage mit musikalisch-technischen Mitteln unverfälscht zu offenbaren – und nicht jene Sitzanordnung der Musiker oder gar die Mimik und das Gestikulieren des Dirigenten, eines modernen Phänomens, dessentwegen schließlich schon Richard Wagner sowohl nach seiner eigenen verbalen Begründung als auch in der praktischen Realisierung seines Festspielhauses Bayreuth buchstäblich diesen ganzen gestiku-lierenden Apparat für den Zuschauer unsichtbar in der Versenkung verschwinden ließ: zugunsten eines möglichst unverfälschten Musikverständnisses.

   
                                           
                                           
                                           
                                           
   

Die Dynamische Raumstereophonie® stellt ein völlig neues musikalisch-technisches Aufnahme- und Aufführungsverfahren dar, welches die Musik, so wie sie sich im Bewußtsein des klassischen Komponisten nach musikalischen Gesetzen räumlich entfaltet, unmittelbar im akustischen Raum und somit für jeden Hörer deutlich wahrnehmbar zur Aufführung bringt.

Entspricht der akustische Wert der konventionellen Musik- aufführungspraxis im Vergleich zur visuellen Darstellung einem feststehenden Bild, dessen einzelne Komponenten nacheinander heller erleuchtet werden, aber dennoch unbeweglich feststehen, so entspricht die Dynamische Raumstereophonie® in ihrer Vielkanal-Endversion dem System der beherrschten bewegten Holographie.

Heute eröffnet die Entwicklung der Dynamischen Raumstereo- phonie® erstmalig in der bekannten Musikgeschichte die Möglich-keit, Musik in ihrer ursprünglichen Reinheit und gemäß der musikalischen Logik in einem dynamisch musikalischen zeitlich-räumlichen Entfaltungsprozeß unmittelbar in den akustischen Raum zu projizieren und dort für jedermann hörbar werden zu lassen.

Soweit nach heutigem Wissensstand erkennbar, stellt dieses Aufnahme- und Aufführungsverfahren der Dynamischen Raum-stereophonie® durchaus die musikalisch-technische Vollendung der „Interpretation“ dar; denn was mehr will der Musikinterpret darstellen, als dasjenige, was sich klingend im musikalischen Vorstellungsraum des Komponisten dynamisch entfaltet?

   
                                           
   

Und wie anders will er es darstellen, als so, wie es sich dynamisch entfaltet?

Es soll also die Aufgabe dieser spezi- ellen Musikhalle sein, die Werke des klassischen Tonschöpfers Peter Hübner in Dynamischer Raumstereo-phonie® zur Aufführung zu bringen und dem Hörer unserer modernen Zeit neue elektrisierende musi- kalische Erfahrungen zu offenbaren.

     
                                           
                                           
                                           
                                           
©   A A R   E D I T I O N   I N T E R N A T I O N A L   2001

 

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